Muschelfenster, 2011

ab 45,00 

Das Foto entstand im Sommer 2011 in Dresden. Das Fenster befindet sich in einem Gebäude auf dem Gelände des ehemaligen Lahmann-Sanatoriums, eine große Kur- und Heilstätte im heutigen Stadtteil Weißer Hirsch am Elbhang. Vergleichbar ist die Anlage mit den Beelitzer Heilstätten. Es gab ein Damenbad, ein Herrenbad, mehrere Villen, die als Unterkünfte dienten und ein Ärztehaus. Im Jahr 1888 wurde es mit einem Bad als „Dr. Lahmanns physiatrisches Sanatorium“ mit etwa zehn Angestellten eröffnet. Seine Behandlungsmethoden beruhten auf den damals neuen, modernen Naturheilverfahren. Innerhalb weniger Jahre errang das Lahmanns Sanatorium Weltruhm. Im Jahr 1913 waren hier 7416 Patientinnen und Patienten untergebracht. Von 1946 bis 1991 nutzte die Sowjetarmee das Areal als Lazarett. Der Raum mit dem Muschelfenster wurde als Kantine verwendet. Nur einen Steinwurf weit entfernt in einer Villa der Angelikastraße gab es einen KGB Standort. Hier arbeitete von 1985 bis 1990 Vladimir Putin. Ich habe mir immer vorgestellt, dass auch er vor dem Munschelfenster einen Wodka oder Tee getrunken hat. Danach stand das Gelände 24 Jahre leer und war weitestgehend im Zustand der 1930er Jahre konserviert. Davon ist heute nicht mehr viel zu sehen. Das gesamte Areal ist ein hochwertiger Wohnpark mit Eigentumswohnungen geworden.

Eine gute Wirkung bekommt dieses Motiv auf dem Papier Photo Rag® Metallic 340 von Hahnemühle.

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