Geh und sieh, 2012

ab 45,00 

Das Bild ist Teil eines Reliefs einer ehemaligen sowjetischen Kaserne bei Rangsdorf, südlich von Berlin. Seit Jahren ist dieser lost place verlassen, vergessen und auch ein bisschen verwunschen.

Geh und sieh im Original Komm und sieh (russisch Иди́ и смотри́), ist ein sowjetischer Antikriegsfilm des Regisseurs Elem Klimow aus dem Jahr 1985. Darin wird aus der Perspektive eines belarussischen Teenagers die Geschichte eines Teils des Zweiten Weltkrieges erzählt. Der Film zeigt sehr realistisch, dass kaum etwas schrecklicher ist als die Taten, zu denen Menschen in Kriegszeiten fähig sind.

Der Regisseur Elem Klimow drehte „Komm und sieh“ über einen Zeitraum von neun Monaten in chronologischer Reihenfolge. Ursprünglich sollte der Film „Tötet Hitler“ heißen. Dies wurde jedoch zu diesem Zeitpunkt als unangemessen angesehen. Stattdessen wählte Klimow den Titel „Komm und sieh“. Dies bezieht sich auf das sechste Kapitel der Offenbarung des Johannes in der Bibel. Dieses endet mit den Worten: „Denn es ist gekommen der große Tag seines Zorns, und wer kann bestehen?” (Offenbarung 6.17)

Von allen schockierenden Szenen im Film ist die am schwersten zu ertragende wohl die, in der die SS mit Unterstützung der örtlichen Kollaborateure die Dorfbewohner in eine Scheune treibt und diese in Brand steckt. Sie verbrennen bei lebendigem Leibe. So schrecklich diese Sequenz auch ist, es ist keine filmische Übertreibung. Diese Art von Gräueltaten der Nazis gegen Juden und Slawen ist an der Ostfront gut dokumentiert. Am Ende des Films wird darauf hingewiesen, dass 628 Dörfer in Belarus zusammen mit ihren Bewohnern bis auf die Grundmauern niedergebrannt wurden.

Elem Klimow wurde in Stalingrad geboren und wuchs dort auf. Als Junge wurde er aus der Stadt evakuiert, während dort die Schlacht tobte.

Eine gute Wirkung bekommt dieses Motiv auf dem Papier Photo Gloos Baryta 320 von Hahnemühle.

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